„... ich habe ein schweres Vergehen begangen- höchstwahrscheinlich eine Straftat. Und meine Wohnung quillt vor Verwandten über“.
Diese Erkenntnis trifft der Held Yuri auf Seite 276 und bis dahin erfahren wir eine Menge über die Balodis. Yuris Eltern sind in den sechziger Jahren aus dem kommunistischen Lettland nach Amerika geflohen. Yuri hat wenig von seinem lettischen Erbe mitbekommen, da die Eltern ihre Vergangenheit ignorieren, ausschließlich (zweifelhaftes) Englisch sprechen und versuchen amerikanischer als die Amerikaner zu sein. Und so ist er bestürzt, als Yuris Vater dem Vater seiner Freundin beim ersten Zusammentreffen in Gesicht spuckt. Zugegeben, er war (wie eigentlich immer) betrunken, aber hauptsächlich geht es darum, dass Hanna und ihr Vater einer kommunistischen Vereinigung angehören und von dem, was sich wirklich in den kommunistischen Ländern abspielt keine Ahnung haben.Dann fällt in Berlin die Mauer und kurze Zeit später taucht die vier-köpfige Verwandtschaft aus Lettland auf und zieht kurzer Hand in die 3-Zimmerwohnung der Balodis ein.
Ich habe das Buch gerne gelesen, es ist eine eigenartige Mischung aus komischen und tragischen Momenten die man mit dem Helden durchlebt.
Empfohlen von Heike Steinhäuser
Lissabon im 16. Jahrhundert. Der indische Elefant Salomon soll als Geschenk an den Habsburger Kaiser über Valladolid in Spanien nach Wien überführt werden.
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