Rachel, Celias neunjährige Tochter, ist ein über die Maßen schönes Kind: schokoladenbraune Haut, blonde Locken, himmelblaue Augen. Celia hat es oft nicht leicht, sich und ihre Tochter über Wasser zu halten und so spielt sie, zusätzlich zu ihrem Job, an den Wochenenden in einem Motel Jazz, manchmal auch mit Rachel an ihrer Seite. Trotz aller Unwägbarkeiten ist eines sicher, Celia liebt ihre Tochter.
Der 37 Jahre alte Ron sieht das ganz anders. Seit er Rachel zum ersten Mal gesehen hat, ist er wie elektrisiert. Er beobachtet Rachel, sieht sie in der Bar singen, sieht wie jeder Mann das Mädchen anstarrt. Für ihn ist klar, sie wird von ihrer Mutter vernachlässigt und misshandelt. Er will ihr helfen. Hin- und hergerissen zwischen der „Liebe“, die er für Rachel empfindet und dem Hass auf sich selbst, beginnt er in seinem Keller ein Kinderzimmer einzurichten. Noch bevor er sich einen Plan zurechtgelegt hat, läuft ihm Rachel direkt in die Arme.
Barbara Gowdy hat einen hochsensiblen Roman geschrieben, der auf jegliche Effekthascherei oder Horrorszenarien verzichtet, sie führt kein Monster vor, sie erklärt niemanden schuldig und entschuldigt auch nichts. Ein großartiges Buch, dessen Sog man sich nicht entziehen kann.
Empfohlen von Heike Steinhäuser
Lissabon im 16. Jahrhundert. Der indische Elefant Salomon soll als Geschenk an den Habsburger Kaiser über Valladolid in Spanien nach Wien überführt werden.
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