Die bekannte Reporterin des Tagesspiegels hat mit diesem Buch ihren beiden elsässischen Großmüttern ein Denkmal gesetzt. Ein ungewöhnliches Schicksal hat die beiden ein Leben lang miteinander verbunden: Mit 5 Jahren lernen sie sich in der kleinen französischen Stadt Colmar kennen, und von da an werden sich ihre Lebenswege nicht mehr trennen. Marthes Eltern sind Elsässer, Mathildes Vater dagegen stammt aus Deutschland, ihre Mutter aus Belgien. Dreimal müssen sie die Nationalität wechseln, ein Umstand, der für die deutschstämmige Mathilde mit schmerzhaften Konsequenzen verbunden ist. Ihrer Freundschaft tut dies keinen Abbruch, sie wird alle Hürden dieser bewegten Zeit überstehen, obwohl beide Frauen nicht unterschiedlicher sein könnten. Als Krönung dieser lebenslangen Freundschaft heiratet der Sohn der einen die Tochter der anderen: Aus dieser Ehe kommt die Autorin.
Ein bewegendes, sehr unterhaltsames Buch, das uns ein wenig bekanntes Stück deutsch-französischer Geschichte entdecken lässt.
Empfohlen von Monique Saulnier
Lissabon im 16. Jahrhundert. Der indische Elefant Salomon soll als Geschenk an den Habsburger Kaiser über Valladolid in Spanien nach Wien überführt werden.
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