Mit Mitte 50 beginnt Helmer, Entscheidungen zu treffen: Er verfrachtet seinen bettlägerigen Vater in den ersten Stock, schafft neue Möbel an, streicht die Wände. Seit Jahrzehnten schon bewirtschaften Vater und Sohn einen Hof in der niederländischen Provinz, es passiert nicht eben viel, manchmal fliegt eine Nebelkrähe vorbei. Nun, da sein Vater wehrlos ist und ihm nichts mehr verbieten kann, nimmt Helmer sanft Rache für alle ungelebten Träume, unter anderem dafür, dass ihm sein Vater einst das Literaturstudium untersagte.
Dann erreicht Helmer ein Brief: Riet, die Ex-Verlobte seines verstorbenen Zwillingsbruders, möchte ihren Sohn auf Helmers Hof schicken, damit dieser lernen kann, mit den Händen zu arbeiten ...
Ein faszinierender Roman! Atmosphärisch so dicht, dass man sich selbst in der niederländischen Landschaft sieht, ein Buch wie ein Provinzurlaub für jeden Stadtbewohner. Weil man ahnt, dass eine unverdaute Geschichte hinter der Stille lauert, kann man das Buch zu keinem Zeitpunkt aus der Hand legen.
Empfohlen von Sandra Wiegmann
Lissabon im 16. Jahrhundert. Der indische Elefant Salomon soll als Geschenk an den Habsburger Kaiser über Valladolid in Spanien nach Wien überführt werden.
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