Mr. Malik ist ein schüchterner älterer Mann. Seit langem ist er verliebt in die Ornithologin Mrs. Rose. Endlich beschließt er, Nägel mit Köpfen zu machen und sie zum Ball auszuführen. Leider tritt aus dem Nichts ein Nebenbuhler auf. Eine Wette, die mit Vögeln zu tun hat, soll entscheiden, wer von beiden Mrs. Rose zum Ball einladen darf... Hinreißend, kurzweilig, amüsant.
Etwas Besonderes!
Empfohlen von Sandra Wiegmann
Im Jahr 1942 treffen sich Henry, chinesischer, und Keiko, japanischer Abstammung in einer Schule in Seattle und verlieben sich ineinander. Tragischerweise kommt Keiko nach dem Pearl Harbour Angriff in ein US- Internierungslager. Vierzig Jahre später entdeckt Henry in einem alten Hotel einen Sonnenschirm, der Keiko gehört hat. Erinnerungen werden wach...
Eine außergewöhnliche Liebesgeschichte!
Empfohlen von Christiane Schulz-Rother
Drei junge Frauen auf dem Weg nach Neuseeland: Ada, streng gläubig und schwanger, reist dem Vater ihres Kindes hinterher. Esther träumt von einer Zukunft als Modedesignerin und Marjorie kann es kaum erwarten, ihrer Familie zu entfliehen. Sie ahnen nicht, dass dieser Flug sie für immer aneinander binden wird. Ein gefühlvoller Frauenroman, der mich nicht losgelassen hat!
Empfohlen von Heike Steinhäuser
Sechs kuriose Schicksale werden in diesem sehr britischen Büchlein beschrieben: Graham lebt mit weit über vierzig mit seiner Mutter zusammen. Susan, die Ehefrau des Vikars, hat in der Kirche nicht viel verloren und tröstet sich lieber mit einem Glas Wein über ihren tristen Alltag. Miss Ruddock schreibt mit allzu großem Eifer Beschwerdebriefe, die für sie ungeahnte Folgen haben werden - all diese Menschen verbindet eine große Einsamkeit, die sie sich nicht eingestehen und hinter eine Fassade der Normalität zu verheimlichen suchen.
Die Monologe erinnern an Woody Allens Filme: Der Autor gewinnt selbst tragischen Situationen eine komisch/groteske Seite ab. Gekonnt!
Empfohlen von Monique Saulnier
„Französisch zu unterrichten schien mir der beste Weg, um Japanisch zu lernen“: So fängt der Roman an und auch die Romanze mit Rinri, Amélies erstem Schüler und bald Liebhaber, der sie in die einheimischen Bräuche Japans einführen wird. Zwei Jahre hat Amélie Nothomb in Tokio verbracht. Ihr Wiedersehen mit dem Land ihrer Kindheit steckt voller Überraschungen.
Ein sehr persönlicher Roman, der vor Witz nur so sprudelt.
Empfohlen von Monique Saulnier
Wilbur ist wie alle sehr klein auf die Welt gekommen und klein geblieben- gerade mal 1 Meter 50 groß mit Anfang 20, schwächlich, schmal und blass, kein Vergleich zu seinem großen Idol Bruce Willis. Auch sonst schaut er auf eine beeindruckende Sammlung von Schicksalsschlägen: Seine Mutter stirbt bei seiner Geburt, sein Vater verschwindet nach Schweden, er wächst in Irland bei seinen Großeltern auf, seine geliebte Großmutter Orla stirbt bei einem Autounfall... Als er nach einem vermutlichen Suizidversuch in einem Krankenhaus aufwacht, begegnet er Aimee.
Ein großer, unglaublich fesselnder Roman mit schönen Schauplätzen. Weil Lappert auch rührende, humorvolle Passagen einstreut und überhaupt ganz fantastisch erzählen kann, ist das Buch ein echter Schatz!
Bis zu dem Moment, in dem ihr Mann ihr erklärt, sie seien beide zu jung, um so trostlos weiterzuleben, hatte Constanze doch geglaubt, glücklich verheiratet zu sein. Wie gelähmt lässt sie sich mit den Kindern aus der modernen Stadtwohnung in das Haus ihrer kürzlich verstorbenen Schwiegermutter umquartieren. Die 14jährige Nelly findet alles grauenhaft wie immer und der 4jährige Julius ist noch zu klein, um irgendetwas zu verstehen. Das Haus ist eine abgewohnte Mahagoni-Hölle. Die neue Nachbarschaft ist zum Teil sehr hilfsbereit, aber auch pedantisch und zickig, besonders die allgegenwärtige Mütter- Society. Für Constanze beginnt ein neues und sehr aufregendes Leben.
Die Geschichte der Mütter-Mafia-Triologie (es gibt zum Glück noch zwei weitere Bände) ist hier nicht das wichtigste. Entscheidend ist wie Kerstin Gier sie erzählt: frisch, intelligent, aus dem Leben gegriffen und gnadenlos lustig.
Das Beste gegen Mutter- und Hausfrauenfrust, macht nicht dick und ist nicht verschreibungspflichtig. Die einzige bekannte Nebenwirkung: Der neben Ihnen schlummernde Mann könnte aufwachen, weil Sie beim Lesen unkontrolliert laut lachen müssen.
Paul Wendland wird nicht gerade vom Glück verfolgt, als ein Anruf seiner Mutter ihn in die alte Heimat Worpswede beordert. Seine Galerie in Berlin läuft eher schlecht und seine Freundin ist gerade nach Barcelona gezogen. Nur widerwillig macht sich Paul auf den Weg. Sein Großvater, der berühmte Bildhauer Kück, wurde zum "Künstler des Jahrhunderts" gewählt und Paul soll Haus und Hof in Ordnung bringen. Er sieht sich mit der Tatsache konfrontiert, dass das Haus und die riesigen Bronzeskulpturen im Moor zu versinken drohen, dafür aber längst Vergessenes wieder freigegeben wird und Paul mehr über seine Familie erfährt, als er je wissen wollte.
Das Buch ist so voller absurder Menschen, Szenen und Geschehnisse, dass man manchmal fast vergisst, dass Rinke auch eine tragische, nicht nur der Zeit geschuldete Familiengeschichte erzählt. Großartig!
Empfohlen von Heike Steinhäuser
In der Stuttgarter Constantinstraße ist es ruhig. Hier wohnen die, die es geschafft haben. Die Häuser sind stattlich, die Innenrichtungen geschmackvoll. Hier leben Mütter wie Judith, die hinter der schönen Fassade versucht, sich mit Tabletten und Anthroposophie vom öden Hausfrauendasein abzulenken (dabei war ihre Jugend doch wild und unkonventionell!) Oder Leonie, ganz Karrierefrau, die eher nebenbei Mutter zu sein scheint und immer wichtigen Stress hat. In Rückblicken erfährt man, dass die Biografien zwar mit viel Mühe poliert, aber hintergründig auch von Rissen durchzogen sind.
Ein messerscharf beobachteter Gesellschaftsroman, angenehm knapp gehalten. Am Ende gibt es eine Explosion!
Empfohlen von Sandra Wiegmann
Helen lebt in Melbourne, Besuch hat sich angekündigt: Drei Wochen lang will Helens Freundin Nicola bei ihr wohnen und sich einer alternativen Krebs-Therapie unterziehen. Das Zimmer ist hergerichtet.
Die Autorin beschreibt alle Zumutungen der Krankheit- die Qualen, die die Kranke selbst erleidet, dann aber auch die belastende Lage der Person, die die Kranke pflegt. Nicola ist „Wunderheilern“ auf den Leim gegangen, die obskure Therapie ist teuer und besonders schmerzhaft. Helen verzweifelt immer mehr und ist trotz allem guten Willen bald überfordert.
Ein kluges, schmales Buch über den Verlauf einer Krebskrankheit. Weil die Autorin besonnen und ehrlich erzählt, sticht es aus den vielen Erfahrungsberichten zu dem Thema wohltuend hervor.
Empfohlen von Sandra Wiegmann
Am Donnerstag den 23.9. um 16.00h liest bei uns die bekannte Kinderbuch- Autorin Tanya Stewner aus ihrem letzten Liliane-Susewind-Buch:
Ein Panda ist kein Känguru.
Wir freuen uns auf Euch!
Adam Bloom und seine Familie werden von den Geräuschen zweier Einbrecher in ihrem Haus geweckt. Bloom zieht vorschnell seine Waffe und erschießt den einen, sein Kumpel kann fliehen.
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