Der Roman erzählt die Lebens- und Liebesgeschichte von Hema und Kaushik, den amerikanischen Kindern indischer Einwanderer. Sie lernen sich als Kinder über ihre Eltern kennen. Hema schwärmt für Kaushik, dieser aber ist viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als es zu merken. Nach einem Schicksalsschlag verlieren sie sich aus den Augen. Zwanzig Jahre später begegnen sie sich zufällig bei Freunden in Rom und verlieben sich ineinander. Hema allerdings ist verlobt und Kaushik auf dem Weg nach Hongkong für einen beruflichen Neuanfang. Was hält das Schicksal für beide bereit?
Eine wunderbare Liebesgeschichte, die schlicht und ergreifend erzählt ist!
Empfohlen von Christiane Schulz-Rother
In brillanten Kurzgeschichten nimmt uns Meyer mit auf die Reise durch die Nacht. Wir begegnen Boxern, Süchtigen, Malern und anderen Suchenden. Der Leser watet durch zerbrochene Träume und Hoffnungen, aber wird auch immer wieder von den Lichtern gestreift. Sie sind die Hoffnung auf Besserung, auf eine Chance, die sich doch noch auftut.
Ob auf der Pferderennbahn oder in der Eckkneipe, die Getriebenen jagen dem dunklen Leuchten nach, das den eigenen Tiefen ihrer Seelen entspringt und sie ungeachtet der Aussichten weiter antreibt.
Die Authentizität und die Schärfe des Blickes, mit dem Meyer hier beschreibt, zeugen von großem Talent.
Ein wuchtiges, beeindruckendes Buch!
Ausgesucht von Daniel Schlie
Quentin geht auf die Highschool, seine Freunde nennen ihn Q. Quentins Nachbarin heißt Margo Roth Spiegelman, seit seiner Kindheit ist Quentin in sie verliebt. Margo wurde zum schönsten, allerschönsten Mädchen der Highschool und Quentin zu einem ihrer vielen unscheinbaren Verehrer aus der Ferne. Eines Nachts, kurz vor dem Highschool-Abschluss, nimmt Margo Quentin mit zu einem originellen, witzigen Rachefeldzug gegen alle ihre falschen Freunde, danach verschwindet sie. Und sie hinterlässt Rätsel, die nach der Auflösung zu Spuren werden und denen geht Quentin nach, auch wenn es kilometerlange Autofahrten bedeutet. Er muss Margo finden.
Wie schon in "Eine wie Alaska" ist man sofort eingenommen für die Hauptfigur, die eine unvergessliche Geschichte erlebt, sich dazu Gedanken macht und nebenbei erwachsen wird. Ein Buch über all den Trubel, den Heranwachsen und Verliebtsein mit sich bringt. Mal witzig, mal ernst, immer spannend!
Empfohlen von Sandra Wiegmann
Die Ehe von Sally und Alfred ist in die Jahre gekommen. Mit Anfang 50 ist zwar nicht mehr viel übrig geblieben vom abenteuerlichen Beginn ihrer Romanze in Kairo, aber beide sind nicht unzufrieden mit ihrem ruhigen Leben am Wiener Stadtrand. Während Sally noch immer gut aussieht, ist Alfred mit dem Alter zu einem Thrombosestrumpf tragenden Kauz geworden, noch dazu dokumentiert er sein Leben pedantisch in einem Tagebuch. Sally beobachtet ihn zärtlich, lotet aber hin und wieder auch ihre Möglichkeiten mit anderen Männern aus. Dann beginnt sie eine Affäre mit Alfreds bestem Freund Erik ...
Ein Ehebruchroman, der dann aber doch ganz anders zu Ende erzählt wird als seine literarischen Vorbilder (Madame Bovary, Effi Briest). Arno Geiger schildert die Geschehnisse ohne Hysterie und mit viel Empathie besonders zu seiner Protagonistin, und er kann so präzise und kunstfertig formulieren, dass man eigentlich nur noch staunen kann!
Empfohlen von Sandra Wiegmann
Eine Anfang 40-jährige Autorin lebt in Paris. In Gestalt eines durchschnittlichen, eher unansehnlichen Mannes gerät ihr bisher ganz gut geordnetes Leben aus den Fugen. Der Mann, der sie uneingeschränkt zu verehren scheint, soll ihre Zukunft sein! Noch dazu ist er adelig, ein armer Prinz mit einem Schloss auf dem Lande und mit all ihren Plänen (Heirat und Kinder, Umzug ins Schloss) aufs Glühendste einverstanden.
Der Leser weiß von Beginn an, dass etwas faul ist an der schönen Geschichte, dem allzu schönen Schein, der den Mann umgibt. Die Auflösung ist furios. Anne Weber erzählt die Geschichte, die wie ein Märchen beginnt, sich dann aber in Realitäten auflöst, sehr elegant, raffiniert und gar nicht kitschig. Schön!
Empfohlen von Sandra Wiegmann
Eine wunderbar kurzweilige Geschichte um vier Geschwister, die sich an einem Tag im Frühling noch einmal ein Teil ihrer Kindheit zurückholen. Simon, seine Schwester Garance und Simons Frau sind auf dem Weg zu einer Hochzeit. Die Stimmung ist von Anfang an leicht gereizt, denn Garance kann ihrer Schwägerin nur wenig abgewinnen und macht sich einen Spaß daraus, diese regelmäßig auf die Palme zu bringen. Unterwegs gabeln die drei die zweite Schwester auf. Simon ist selten aus der Ruhe zu bringen, aber als er erfährt, dass der Bruder Vincent nicht zur Hochzeit kommt, ist er sehr betrübt und hat so gar keine Lust auf Familienfeier. Die drei Geschwister machen sich heimlich auf den Weg zu Vincent. Das Buch ist warmherzig und witzig, ein Roman wie eine leichte Frühlingsbrise.
Empfohlen von Heike Steinhäuser
Stuart Hill war erst der Anfang. Weitere Manager des Konzerns Promethean Industries werden ermordet und auf bizarre Weise zur Schau gestellt. Die Aktien fallen, die Finanzwelt gerät aus den Fugen. Der Hauptkommissarin für Wirtschaftskriminalität Sarah Jakobs gelingt es nicht, die bei den Leichen zurückgelassenen mysteriösen Hinweise zu entschlüsseln. Sie bittet Vincent, einen Doktoranden der Kunstgeschichte, um Hilfe. Schon bald befinden sie sich auf der Jagd nach einem Geheimorden, der einen jahrtausendalten Plan verfolgt ...
Dieser Krimi ist an Tempo und Spannung kaum zu überbieten. Etzold spannt einen weiten Bogen von der Finanzwirtschaft bis hin zur griechischen Mythologie und das alles glaubhaft und plausibel.
Ein „Muss“ für jeden Krimifan.
Empfohlen von Heike Steinhäuser
Dr. Peter Brown arbeitet als Assistenzarzt in einem Krankenhaus in Manhattan. Nur, dass sein Name nicht Peter Brown ist. Jahrelang hat er als Killer für die Mafia gearbeitet und ist im Zeugenschutzprogramm. Blöd nur, dass ihn sein neuer Patient erkennt und ihn an seinen ehemaligen Chef verpfeifen will, sollte er die anstehende Operation nicht überleben. Kurzum, er überlebt nicht und Dr. Peter Brown hat ein großes Problem.
Im Klappentext steht: „so zynisch und komisch, als hätte Tarantino bei Dr. House Regie geführt“. Da ist was dran, der Krimi ist schnell, brutal und schockierend, aber unterhaltsam ist das Buch eben auch, ich war relativ schnell durch und habe mich gut unterhalten.
Empfohlen von Heike Steinhäuser
Eva Demski hat in diesem schönen Buch viele Gartengeschichten gesammelt. Sie zeigt auf, welches enge Verhältnis es zwischen den Menschen und ihren Gärten gibt. Die Vielfalt der Beziehungen zählt sie auf und unterhält ihre Leser immer auf elegante Weise. Langweilig wird es nie.
Ich habe aus der Lektüre vieles erfahren über die Kunst der Gartenarchitekten, aber es ist nur ein winziger Teil von dem, was dieses Buch zu bieten hat. Es ist wie eine Schatztruhe, man wird immer fündig.
Empfohlen von Monique Saulnier
Jeannette Walls hat in diesem Buch die Geschichte ihrer Großmutter Lily Casey niedergeschrieben. Diese ungewöhnliche, eigensinnige Frau musste schon in frühen Jahren als Älteste von drei Kindern auf der Farm ihres Vaters hart zupacken, da ihre Mutter sich für die körperliche Arbeit zu schade war und der Vater mit praktischem Sinn nicht gerade gesegnet war.
Sie reitet wilde Pferde zu, spricht beim Gericht vor und rettet ihre Geschwister vor einer Überflutung.Als das Mädchen die Möglichkeit bekommt, auf eine Klosterschule zu gehen, ergreift sie diese Chance mit Begeisterung. Sie erweist sich als kluges, wissbegieriges Mädchen. Leider ist ihr Glück nur von kurzer Dauer, denn ihr Vater „vergisst“ das Schulgeld zu bezahlen und so muss sie zurück auf die Farm.
Mit 15 Jahren kehrt sie ihrem Elternhaus endgültig den Rücken und macht sich auf eigene Faust auf den Weg von Texas nach Arizona, um als Aushilfslehrerin ihre erste Stelle anzutreten. Ein abenteuerliches Leben fängt an.
Lily Casey erzwingt unseren Respekt durch ihren Mut und ihre Furchtlosigkeit. Sie ist eine unvergessliche Figur des „Wilden Westen“, als Gesetze und Regeln noch nicht so ernst genommen wurden und eine Frau sich als Flugzeugpilotin betätigen konnte, wenn sie nur den Mumm dazu hatte! Man fällt von einer Ohnmacht in die andere, nur um festzustellen, dass diese Frau immer wieder auf die Füße kommt, egal was ihr widerfährt.
Ein unvergessliches Lesevergnügen, mit viel Witz erzählt!
Empfohlen von Monique Saulnier
Stuart Hill war erst der Anfang. Weitere Manager des Konzerns Promethean Industries werden ermordet und auf bizarre Weise zur Schau gestellt. Die Aktien fallen, die Finanzwelt gerät aus den Fugen.
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