Für Sie gelesen im April

 Liebe Leserinnen und liebe Leser,


auch wenn die Osterfeiertage es noch nicht ahnen ließen, der Frühling ist schon da- zumindest der Bücherfrühling!


Die vollen Messehallen in Leipzig waren der Beweis dafür, dass das Buch noch quicklebendig ist, und ich kann Sie nur ermuntern mal nach Leipzig zu fahren, und die tolle Atmosphäre dort zu erleben.


Der Monat April steht für uns Buchhändler ganz im Zeichen des `Welttag des Buches´. Wir feiern ihn alle am Freitag den 23.4., kommen Sie doch gerne vorbei und schmöckern Sie in tollen Büchern bei Kaffee und Kuchen! Sollten Sie um dieses Datum herum sich über Schulklassen bei uns in der Buchhandlung wundern: diese sind von uns zusammen mit der Stiftung Lesen eingeladen worden und wir erzählen den Schülern einiges über unseren tollen Beruf und die Bücherwelt allgemein.


Und ganz wichtig: zum Welttag des Buches liest bei uns am Samstag den 24.4 um 15h in der Tegeler Bücherstube die Autorin Waldraut Lewin aus dem ersten Band ihres Jugendromans (ab 11J.): Drei Zeichen sind ein Wort


 ".....Die Saga der Laskers: fulminanter Auftakt der Geschichte einer jüdischen Familie In den französischen Pyrenäen erfährt die Berlinerin Leonie Lasker 1923 erstmals von ihrer jüdischen Herkunft und wird mit einer eigentümlichen Mission betraut: Ihre Urgroßmutter hat Visionen von ungeheurem Leid, das den Juden widerfahren wird, und bittet Leonie, die drei goldenen Buchstaben des hebräischen Wortes „Emeth“ (=Wahrheit) zu finden, die auf ihre in Berlin, Wien und Spanien lebenden Brüder verteilt wurden. Die Suche nach dem ersten Zeichen führt Leonie ins Scheunenviertel ihrer Heimatstadt, zum jüdischen Theater ihres Onkels. Als sie sich in den Heldendarsteller Schlomo verliebt, kommt es zum Zerwürfnis mit ihrem völkisch gesinnten Vater. Dann steht das Theater plötzlich lichterloh in Flammen .


Waldtraut Lewin erzählt atemlos spannend, aber sie packt ihre Leser auch direkt bei ihrer Verantwortung für das ganz reale Leben.Sie schreibt in der Tradition von Klaus Kordon ."


Wir freuen uns auf Sie, ihre Kinder, Enkel, Freunde, Nachbarn, Nichten, Neffen....! (Eintritt 3.-€)


Veranstaltung in der Tegeler Humboldt-Bibliothek: am Mittwoch den 28.4. um 19.30h liest der bekannte und sehr erfolgreiche Kabarettist Horst Evers aus seinem Buch: Schwitzen ist, wenn Muskeln weinen. Unbedingt zu empfehlen, sichern Sie sich früh ihren Platz, der Andrang wird groß sein. 


Unsere monatlichen Aktionstische werden im April mit Konfirmation- und Kommunionsbüchern bestückt sein. Bücherlesen ist auch bei Jugendlichen noch immer auf einer der vorderen Plätzen der Freizeitbeschäftigungen!


 Und nun unsere zwei monatlichen Taschenbuchtipps: ein toller Frauenschmöker und ein Musikroman, nicht nur für Liebhaber der Musik: 


Anna Trollope: Immer Freitagabends


Eleanor, die ihr Leben nur der Arbeit gewidmet hat, ist gerade pensioniert worden und empfindet plötzlich eine gewisse Leere in ihrem Leben. Seit mehreren Tagen schon beobachtet sie zwei junge Frauen auf der Straße, die unabhängig von einander gelangweilt ihre Kinderwagen die Straße entlang schieben. Eleanor fasst sich ein Herz und lädt die Mütter an einem Freitagabend zu sich ein. Diese zögern erst, nehmen die Einladung dann aber gerne an. Jeder bringt noch eine andere Bekannte mit und dies ist der Anfang einer langen und intensiven Frauenfreundschaft. Die Idylle der regelmäßigen Treffen wird jäh unterbrochen, als plötzlich die Freundin Paula ihren neuen Freund mitbringt.....


 Ein schöner Freundschaftsroman, toll zum Entspannen!


Petra Morsbach: Der Cembalospieler


Der Cembalospieler Moritz Bauer, ein berühmter Cembalospieler, entdeckt früh seine Liebe zur Musik. Als er 13 Jahre alt wird, bekommt er ein heiß ersehntes Cembalo und spielt wie im Rausch Bachs wohltemperiertes Klavier. Er erweist sich bald als talentiertes Wunderkind. Als sich bei Moritz erste Anzeichen einer Netzhauterkrankung zeigen, die später zur Erblindung führen, beginnt die Mutter, die Musikkarriere ihres Sohnes zu ihrem eigenen Lebensinhalt zu machen. Bald wird er in berühmten Konzertsälen spielen, eine rasante Karriere beginnt. Gleichzeitig entdeckt er seine Homosexualität und leidet unter seinen sexuellen Wünschen und seinen Selbstzweifeln. In der Musik findet er zunehmend einen Zufluchtsort, wo er sich von seiner Umgebung gänzlich abkoppeln kann. Der Autorin ist es wunderbar gelungen, die seelischen Nöte ihres Protagonisten einzufangen und den Leser in die Welt der Musik einzuführen. Ihre Insider-Kenntnisse führen uns hinter die Kulissen des Kulturbetriebs.


Ein mitreißendes Buch und ein lesenswerter Geheimtipp, nicht nur für Musikliebhaber!


Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen und freue mich zusammen mit meinen Mitarbeitern auf Ihren Besuch!


Ihre Christiane Schulz-Rother