Liebe Leserinnen und Leser,
der Schnee ist geschmolzen, die Straßen und Gehwege zum Glück wieder vom Eise befreit und man kann den Frühling zumindest schon erahnen, wenn gleich es immer noch Nachtfrost gibt.
Aber der Kalender lügt nicht: in vier Wochen ist Ostern und - für uns viel wichtiger - in zwei Wochen fängt die Leipziger Buchmesse an. Einige tolle Neuerscheinungen sind schon bei uns eingetroffen, z.B. der erste Roman von Moritz Rinke, der neue Roman von Arno Geiger und Anna Gavalda und viele mehr. In den nächsten Wochen kommen noch viele weitere hinzu, und die Kinder warten ja auch schon sehnsüchtig auf die neue Liliane Susewind, neue Emily und den 4. Band von Gregs Tagebuch.
Am Freitag den 26.3.um 15.33h stelle ich Ihnen persönlich im Radio auf Deutschlandradio Kultur 89,6 mein Lieblingsbuch, etwas Spannendes, Lehrreiches und Schönes vor. Hören Sie rein!
Zum Vormerken: wir freuen uns sehr, aus Anlass des Welttag des Buches am Samstag den 24.4. um 15h bei uns in der Buchhandlung die Jugendbuchautorin Waltraud Lewin begrüßen zu dürfen.
Sie liest aus dem ersten Band ihrer Triologie: Drei Zeichen sind ein Wort.
In der Humboldt-Bibliothek findet wieder im Rahmen der Reihe Lesezeichen am Mittwoch den 10.3 um 19.30h eine Lesung statt. Diesmal nicht nur eine Lesung sondern auch Vortrag mit Bildmaterial über Alexander von Humboldt: Frank Holl stellt sein Buch: Mein vielbewegtes Leben vor.
In den Geschäften haben wir für Sie diesen Monat einen Garten- und Ostertisch dekoriert- lassen Sie sich inspiriren!
Und nun zu unseren monatlichen Taschenbuch-Empfehlungen: diesmal Kurzgeschichten von dem jungen deutschen Autoren, der vor zwei Jahren mit diesem Titel den Leipziger Buchpreis gewonnen hat- und das zu Recht, wie Daniel Schlie meint. Der andere Tipp ist ein spannender Wirtschaftskrimi, den Heike Steinhäuser verschlungen hat.
1) Clemens Meyer: Die Nacht, die Lichter, Fischer Verlag
In brillanten Kurzgeschichten nimmt uns Meyer mit auf die Reise durch die Nacht. Wir begegnen Boxern, Süchtigen, Malern und anderen Suchenden. Der Leser watet durch zerbrochene Träume und Hoffnungen, aber wird auch immer wieder von den Lichtern gestreift. Sie sind die Hoffnung auf Besserung, auf eine Chance, die sich doch noch auftut.
Ob auf der Pferderennbahn oder in der Eckkneipe, die Getriebenen jagen dem dunklen Leuchten nach, das den eigenen Tiefen ihrer Seelen entspringt und sie ungeachtet der Aussichten weiter antreibt.
Die Authentizität und die Schärfe des Blickes, mit dem Meyer hier beschreibt, zeugen von großem Talent.
Ein wuchtiges, beeindruckendes Buch!
2) Veit M. Etzold: Das große Tier, Kiepenheuer und Witsch Verlag
Stuart Hill war erst der Anfang. Weitere Manager des Konzerns Promethean Industries werden ermordet und auf bizarre Weise zur Schau gestellt. Die Aktien fallen, die Finanzwelt gerät aus den Fugen. Der Hauptkommissarin für Wirtschaftskriminalität Sarah Jakobs gelingt es nicht, die bei den Leichen zurückgelassenen mysteriösen Hinweise zu entschlüsseln. Sie bittet Vincent, einen Doktoranden der Kunstgeschichte, um Hilfe. Schon bald befinden sie sich auf der Jagd nach einem Geheimorden, der einen jahrtausendealten Plan verfolgt...
Dieser Krimi ist an Tempo und Spannung kaum zu überbieten. Etzold spannt einen weiten Bogen von der Finanzwirtschaft bis hin zur griechischen Mythologie und das alles glaubhaft und plausibel. Ein „Muss“ für jeden Krimifan.
Wir freuen uns auf Sie!
Ihr Team der Tegeler und Glienicker Bücherstube
Christiane Schulz-Rother
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