Liebe Leserinnen und liebe Leser,
gleich zum Anfang des Monats eine sehr gute Nachricht für alle Krimifans: der neue Mankell ist da! Er ist hervorragend, vielleicht sogar der beste Wallander, den Mankell je geschrieben hat, aber leider unwiderbringlich der Letzte. Lassen Sie sich dieses Ereignis nicht entgehen.
Morgen, am 3.5. startet unsere Kindergarten-Aktion mit dem Bücherkoffer. 40 Bücher inklusive 5 Spielen haben der Ravensburger und Oetinger Verlag ausgewählt und damit haben wir den Koffer bestückt. Dieser wird nun in unserer Buchhandlung an einen Kindergarten übergeben und die Kinder können für vier Wochen in den Büchern stöbern, tolle Geschichten vorgelesen bekommen oder mit der ganzen Gruppe tolle Spiele entdecken. Nach diesen vier Wochen übergeben die Kinder den Koffer dann wiederum in der Tegeler Bücherstube an den nächsten angemeldeten Kindergarten. Wir finden diese Aktion ganz hervorragend, passt sie auch sehr gut in unser Leseförderungs-Konzept. Wir freuen uns deshalb umso mehr, dass sich schon viele Kindergärten angemeldet haben. Bis in den September hinein ist er schon vergeben, aber für die Zeit danach können Sie sich gerne anmelden, bzw. von dieser Aktion weiter erzählen.
Wir sind auch ein wenig stolz darauf, dass wir zum dritten Male den Gütesiegel für besondere Verdienst in der Leseförderung erhalten haben. Der Gütesiegel steht unter der Schirmherrschaft vom Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit und dem Ministerpräsidenten von Potsdam Herr Platzek. Die Verleihung fand dieses Jahr sehr stilvoll in der Staatskanzlei in Potsdam statt. Gleichzeitig ist der Theo verliehen worden, ein Preis für die besten Geschichten, die Jugendliche geschrieben haben. Und auch von dort können wir vermelden, dass eine Jugendliche aus Reinickendorf den Lyrik-Preis gewonnen hat, die zu unseren ersten Leseclub-Kindern gehörte- Herzlichen Glückwunsch!
Apropos Leseclub: schauen Sie einfach mal auf unsere Internetseite: www.tegeler-buecherstube.de unter der Rubrik Leseclub. Es ist toll, wieviele sachkundige Rezensionen unsere Mitglieder dort verfasst haben. Toll, ein großes Lob an alle Beteiligten!
Alle Vampir-Fans aufgepaßt: am Samstag den 5.6 erscheint das neue Buch von Stephanie Meyer: Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl- das kurze Leben der Bree Tanner.
Bücher können gerne vorbestellt werden!
Unser Veranstaltungstipp: in der Humboldt-Bibliothek in Tegel liest am 26.5. um 19.30h die französische Journalistin (auch für den Tagesspiegel) Pascale Hugues aus ihrem neuen Buch: In den Vorgärten blüht Voltaire. Eine Liebeserklärung an meine Adoptivheimat (Rowohlt Verlag). Frau Hugues ist bestimmt noch einigen bekannt durch ihre bezaubernde Lesung vor zwei Jahren aus dem Buch Marthe und Matilde. Unbedingt zu empfehlen!
Nun zu unseren zwei monatlichen Taschenbuchtipps: diesmal zwei sehr unterschiedliche Inhalte für sehr unterschiedliche Gemütslagen, aber beide auf ihre Art und Weise wunderbar.
Kerstin Gier : Die Mütter-Mafia, Bastei Lübbe Verlag
Bis zu dem Moment, in dem ihr Mann ihr erklärt, sie seien beide zu jung, um so trostlos weiterzuleben, hatte Constanze doch geglaubt, glücklich verheiratet zu sein. Wie gelähmt lässt sie sich mit den Kindern aus der modernen Stadtwohnung in das Haus ihrer kürzlich verstorbenen Schwiegermutter umquartieren. Die 14jährige Nelly findet alles grauenhaft wie immer und der 4jährige Julius ist noch zu klein, um irgendetwas zu verstehen. Das Haus ist eine abgewohnte Mahagoni-Hölle. Die neue Nachbarschaft ist zum Teil sehr hilfsbereit, aber auch pedantisch und zickig, besonders die allgegenwärtige Mütter- Society. Für Constanze beginnt ein neues und sehr aufregendes Leben.
Die Geschichte der Mütter-Mafia-Triologie (es gibt zum Glück noch zwei weitere Bände) ist hier nicht das wichtigste. Entscheidend ist wie Kerstin Gier sie erzählt: frisch, intelligent, aus dem Leben gegriffen und gnadenlos lustig.
Das Beste gegen Mutter- und Hausfrauenfrust, macht nicht dick und ist nicht verschreibungspflichtig. Die einzige bekannte Nebenwirkung: Der neben Ihnen schlummernde Mann könnte aufwachen, weil Sie beim Lesen unkontrolliert laut lachen müssen.
empfohlen von Maren Wust
Rolf Lappert: Nach Hause schwimmen, DTV Verlag
Wilbur ist wie alle sehr klein auf die Welt gekommen und klein geblieben- gerade mal 1 Meter 50 groß mit Anfang 20, schwächlich, schmal und blass, kein Vergleich zu seinem großen Idol Bruce Willis. Auch sonst schaut er auf eine beeindruckende Sammlung von Schicksalsschlägen: Seine Mutter stirbt bei seiner Geburt, sein Vater verschwindet nach Schweden, er wächst in Irland bei seinen Großeltern auf, seine geliebte Großmutter Orla stirbt bei einem Autounfall... Als er nach einem vermutlichen Suizidversuch in einem Krankenhaus aufwacht, begegnet er Aimee.
Ein großer, unglaublich fesselnder Roman mit schönen Schauplätzen. Weil Lappert auch rührende, humorvolle Passagen einstreut und überhaupt ganz fantastisch erzählen kann, ist das Buch ein echter Schatz!
empfohlen von Sandra Wiegmann
Weitere Tipps erhalten Sie natürlich auch von uns persönlich, wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Genießen Sie Ihre Zeit zum Lesen!
Ihre Christiane Schulz-Rother und Mitarbeiter der Bücherstuben
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